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Fast jeder dritte Bundesbürger über 65 Jahre nutzt ein Smartphone

Auch bei Senioren wird das Smartphone immer häufiger zum täglichen Begleiter: Inzwischen nutzt jeder zweite Bundesbürger zwischen 65 und 70 Jahren ein internetfähiges Handy. In der Altersgruppe darüber bis 80 Jahre liegt der Anteil bereits bei 30 Prozent. Vor allem der Wunsch der Senioren nach Mobilität und Selbständigkeit war für die Anschaffung ihres Smartphones ausschlaggebend. Das ergibt die Emporia-Seniorenstudie 2018 "Smart im Alltag". Dafür wurden 1.000 Bundesbürger über 65 Jahre befragt.

Insgesamt besitzen laut Studie 31 Prozent aller Senioren ein Smartphone, 2014 lag der Anteil nach Zahlen des Digitalverbands Bitkom noch bei 14 Prozent. "Während der Smartphone-Markt in Deutschland stagniert, zeigen sich bei internetfähigen Mobiltelefonen für Senioren noch enorme Wachstumspotenziale", sagt Eveline Pupeter, Geschäftsführerin des Handyherstellers Emporia. Denn im Umkehrschluss belegen die Zahlen: 69 Prozent verfügen noch nicht über ein internetfähiges Handy. Darunter sind 24 Prozent, die bisher gar nicht mobil telefonieren.

"Dass nur ein knappes Drittel der Senioren ein Smartphone nutzen, in der Gesamtgruppe der Bundesbürger ab 14 Jahren aber 81 Prozent, hat einen Grund: Immer mehr Technik und immer mehr Features. Damit können die Unternehmen bei den Senioren aber kaum landen. Diese möchten zwar auch telefonieren, surfen und mit anderen Menschen in Kontakt bleiben. Aber alles soll einfach bedienbar und gut lesbar sein", fasst Pupeter zusammen.

Es haben sich einige kleinere Hersteller wie Emporia auf den Seniorenhandy-Markt spezialisiert. Sie entwickeln gezielt Geräte für Senioren, um ihnen den Zugang zur mobilen Kommunikation zu erschließen. Darunter sind beispielsweise klassische Tastentelefone, die mit WhatsApp ausgestattet sind. So können Senioren, die seit Jahren mit herkömmlichen Handys telefonieren, nun auch mit Freunden und Familie chatten, ohne dass sie auf ein Smartphone umsteigen müssen.

"Unsere Gesellschaft wird immer digitaler. Wir dürfen Senioren hier nicht ausschließen, sondern müssen sie mit der passenden Technik, einer zielgruppengerechten Ansprache und Schulungen an diese Welt heranführen", sagt Emporia-Chefin Pupeter. Genau das fordern auch die Senioren: 76 Prozent wünschen sich verständlichere Anleitungen, 55 Prozent würden gerne gezielte Einzelschulungen für Senioren in Anspruch nehmen.

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